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Konzentration bei Kindern fördern: Übungen und Alltagstipps

von Marie Lindholm12. Juni 202613 Min. Lesezeit
Ein glückliches Kind im Kindergartenalter, das sich konzentriert und lächelnd mit bunten Holzklötzen an einem hellen Holztisch beschäftigt.

Was bedeutet Konzentration bei Kindern und wie entwickelt sie sich?

Die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit gezielt auf eine bestimmte Aufgabe zu richten und Ablenkungen auszublenden, ist kein angeborenes Talent. Vielmehr handelt es sich um einen komplexen biologischen Reifungsprozess, der eng mit der Entwicklung des kindlichen Gehirns verknüpft ist. Wenn Sie als Eltern die Konzentration fördern bei Kindern, hilft es zu verstehen, dass die neuronale Steuerung im präfrontalen Kortex in den ersten Lebensjahren erst schrittweise ausgebildet wird. Die Aufmerksamkeit willkürlich zu steuern, ist für junge Entdecker eine echte Höchstleistung, die viel Geduld und Ihre liebevolle Begleitung erfordert.

Die Rolle des Alters bei der Aufmerksamkeitsspanne

Wie lange sich ein Kind am Stück fokussieren kann, hängt maßgeblich von seinem Alter ab. Als grobe Orientierung im Alltag dient die Faustregel, dass die maximale Konzentrationsspanne in Minuten in etwa dem doppelten Lebensalter entspricht. Für ein fünf- bis siebenjähriges Vorschulkind liegt die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne bei maximal 15 Minuten. Nach dieser Zeit benötigt das Gehirn dringend eine Pause, um Erlerntes zu verarbeiten und neue Energie zu tanken. Wer diese natürlichen Grenzen beachtet, kann die Aufmerksamkeit beim Kind stärken, ohne es zu überfordern.

Alter des KindesDurchschnittliche KonzentrationsspanneTypische Alltagsaktivität
2 bis 3 Jahre5 bis 7 MinutenBetrachten eines kurzen Bilderbuchs
4 Jahreca. 10 MinutenPuzzeln oder freies Bauen mit Steinen
5 bis 7 Jahreca. 15 MinutenEinfache Vorschulübungen und Gesellschaftsspiele
7 bis 10 Jahreca. 20 MinutenStrukturierte Hausaufgaben im Grundschulalter

Warum Vergleiche mit Erwachsenen unfair sind

Häufig sorgen sich Eltern, wenn ihr Nachwuchs scheinbar unruhig von einer Aktivität zur nächsten wechselt. Experten betonen jedoch, dass echte klinische Konzentrationsstörungen mit rund drei bis vier Prozent im Kindesalter sehr selten sind. Weitaus häufiger resultiert die Sorge aus unrealistischen Erwartungen der Erwachsenen. Ihr Kind ist kein kleiner Erwachsener und kann nicht stundenlang still sitzen. Wenn Sie von ihm verlangen, über einen langen Zeitraum starre Anweisungen zu befolgen, ignorieren Sie seine biologische Entwicklung. Druck bewirkt in dieser Phase meist das Gegenteil und mindert die natürliche Lernfreude.

Erste Anzeichen für gesunde Fokussierung im freien Spiel

Spezielle Konzentrationsübungen für Kindergartenkinder sind oft gar nicht nötig, wenn die Kleinen im Alltag genügend Raum für ungestörtes Spiel erhalten. Wenn Ihr Kind ganz in seiner Beschäftigung versinkt, Nebengeräusche für einen Moment völlig ausblendet und zum Beispiel hingebungsvoll einen Turm baut, zeigt es bereits eine hervorragende, gesunde Fokussierung. Diese Form der intrinsisch motivierten Aufmerksamkeit ist die wichtigste Grundlage für späteres schulisches Lernen. Dieses Phänomen lässt sich besonders gut beobachten, wenn Kinder sich mit Themen beschäftigen, die sie emotional ansprechen, wie es beispielsweise in den vielseitigen Lernwelten der Fall ist. Durch solche kindgerechten Erfahrungen wird das Gehirn auf natürliche Weise angeregt, neue Synapsen zu bilden und die Konzentrationsfähigkeit spielerisch auszubauen.

Die wichtigsten Faktoren, die die Konzentration von Vorschulkindern beeinflussen

Die Fähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum auf eine Aufgabe zu fokussieren, ist kein angeborenes Talent, sondern eine Kompetenz, die sich im Laufe der Kindheit Schritt für Schritt entwickelt. Wenn Sie gezielt die Konzentration fördern, können Kinder im Alltag und in ihrer späteren Schulzeit gelassener mit Herausforderungen umgehen. Spezielle Konzentrationsübungen für Kindergartenkinder sind dabei ein wertvoller Baustein, doch oft sind es die grundlegenden Alltagsfaktoren, die den größten Unterschied machen. Die Aufmerksamkeit von Kindergartenkindern wird maßgeblich durch ein Zusammenspiel aus körperlichen Voraussetzungen, Umwelteinflüssen und emotionaler Ausgeglichenheit geprägt. Indem Sie an diesen Stellschrauben drehen, können Sie die Aufmerksamkeit beim Kind stärken und ihm helfen, im oft trubeligen Alltag zur Ruhe zu finden.

Schlaf und Ernährung als Fundament für den Fokus

Ein müdes oder hungriges Kind kann sich nicht gut konzentrieren. Für eine gesunde Konzentration beim Vorschulkind ist ausreichender und erholsamer Schlaf die wichtigste Basis. Pädagogische und medizinische Fachleute empfehlen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren eine tägliche Schlafdauer von etwa zehn bis dreizehn Stunden. Neben dem Schlaf spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle für die geistige Leistungsfähigkeit. Komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, frisches Obst und Gemüse sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr versorgen das Gehirn kontinuierlich mit Energie, ohne den Blutzuckerspiegel abrupt steigen und fallen zu lassen. Vermeiden Sie zuckerreiche Snacks vor konzentrierten Aktivitäten, da der darauffolgende Energieabfall die Aufmerksamkeitsspanne rapide sinken lässt.

Reizüberflutung durch Medienkonsum minimieren

In einer zunehmend digitalen Welt sind Kinder täglich einer Flut von visuellen und akustischen Reizen ausgesetzt. Zu viel Bildschirmzeit überfordert das noch unreife Nervensystem von Vorschulkindern und beeinträchtigt das Arbeitsgedächtnis sowie die Fähigkeit zur Selbstregulation. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren eine maximale Bildschirmzeit von höchstens dreißig Minuten pro Tag. Um Reizüberflutung im Alltag zu reduzieren, helfen klare, bildschirmfreie Zeiten und alternative Beschäftigungen, die alle Sinne ansprechen. Als wunderbarer Ausgleich dienen beispielsweise musikalische Aktivitäten, wie sie auch in der Musikerziehung gefördert werden, um das Gehör zu schulen und den Geist spielerisch zu fokussieren.

  • Feste bildschirmfreie Zonen einrichten, insbesondere im Kinderzimmer und während der gemeinsamen Mahlzeiten
  • Visuelle Reize im Alltag reduzieren, indem Spielzeug in geschlossenen Kisten statt in offenen Regalen gelagert wird
  • Hintergrundgeräusche wie ständig laufende Fernseher oder Radios konsequent ausschalten
  • Reizarme Übergangsrituale vor dem Schlafengehen etablieren, beispielsweise durch Vorlesen oder leise Musik

Raum für selbstbestimmtes und ungestörtes Spielen schaffen

Das freie, selbstbestimmte Spiel ist das natürlichste Konzentrationstraining für Kindergartenkinder. Wenn ein Kind ganz in sein Spiel versinkt, baut es neuronale Verbindungen auf, die für die spätere schulische Fokussierung unerlässlich sind. Versuchen Sie daher, Ihr Kind in solchen Momenten nicht zu unterbrechen, auch nicht für gut gemeinte Ratschläge oder ein spontanes Angebot zum Snacken. Durch diese ungestörten Phasen lernt das Kind, sich selbstständig tief in eine Aufgabe hineinzudenken. Dieses tiefe Eintauchen legt den Grundstein für strukturierte Lernprozesse, die später auch in Vorbereitungskursen wie Erstes Lesen und Schreiben aufgegriffen werden, um den Übergang in die Grundschule harmonisch zu gestalten.

Spielerische Konzentrationsübungen für Kindergartenkinder

Die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit gezielt auf eine Sache zu richten, ist kein Talent, das von Geburt an voll ausgebildet ist. Es handelt sich vielmehr um eine wichtige Lebenskompetenz, die sich Schritt für Schritt entwickelt. Wenn Sie die Konzentration fördern bei Kindern, gelingt dies am besten ganz ohne Leistungsdruck. Für Kindergartenkinder sind starre Aufgaben ungeeignet, da ihr natürlicher Drang nach Entdeckung und Bewegung im Vordergrund steht. Indem Sie kleine, spannende Herausforderungen in den Tagesablauf integrieren, können Sie die Aufmerksamkeit beim Kind stärken und das Vorschulkind optimal auf spätere Herausforderungen vorbereiten.

Klassiker für den Alltag: Suchspiele und Gedächtnistraining

Spielerische Konzentrationsübungen für Kindergartenkinder müssen keineswegs kompliziert sein. Oft reichen bewährte Alltagsklassiker aus, um die visuelle und mentale Fokussierung zu schulen. Suchspiele oder Merkspiele erfordern ein hohes Maß an aktiver Beteiligung. Das Kind muss nicht nur genau hinsehen oder zuhören, sondern das Wahrgenommene im Kurzzeitgedächtnis behalten und logisch verknüpfen. Solche Spiele machen Spaß und zeigen dem Nachwuchs, dass geistige Anstrengung mit einem tollen Erfolgserlebnis belohnt wird.

  • Wimmelbücher und Suchbilder: Diese schulen den Blick für Details und die visuelle Wahrnehmung, wenn gemeinsam nach versteckten Figuren gesucht wird.
  • Das Koffer-Spiel: Ein Klassiker für die auditive Merkfähigkeit, bei dem jedes Familienmitglied einen neuen Gegenstand hinzufügen und alle vorherigen aufzählen muss.
  • Gegenstände merken: Legen Sie einige Alltagsgegenstände auf einen Tisch, lassen Sie Ihr Kind diese kurz betrachten, decken Sie sie ab und fragen Sie, was sich verändert hat.

Die Kraft des regelmäßigen Vorlesens und Zuhörens

Das Vorlesen ist weit mehr als eine gemütliche Routine vor dem Einschlafen. Es ist eines der effektivsten Werkzeuge, um die Konzentration beim Vorschulkind gezielt aufzubauen. Beim Zuhören muss sich das Kind ganz auf die Stimme konzentrieren, die Handlung im Kopf mitverfolgen und eigene innere Bilder erschaffen. Um diesen Effekt zu verstärken, können Sie interaktive Fragen zur Geschichte stellen. Das schult nicht nur den Fokus, sondern bereitet auch hervorragend auf das spätere Erstes Lesen und Schreiben vor.

Handwerkliche Aktivitäten: Kneten, Basteln und Puzzeln

Neben kognitiven Spielen stärken motorische und kreative Tätigkeiten die Ausdauer. Wenn Kinder kneten, schneiden, reißen oder ein Puzzle zusammensetzen, treten sie oft in einen Zustand tiefer Versunkenheit ein. Diese Konzentration auf eine haptische Aufgabe schult die Ausdauer und verfeinert die Hand-Auge-Koordination. In unserer Kreativwerkstatt sehen wir täglich, wie sehr diese freie, haptische Gestaltung die Geduld und die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern nachhaltig prägt.

Konzentrationsförderung spielerisch im Alltag verankern

Wichtig ist, dass all diese Aktivitäten stets ohne Zwang stattfinden, da jedes Kind seine Aufmerksamkeit in seinem eigenen Tempo entwickelt. Wenn Sie im Alltag die Konzentration fördern und Kinder unterstützen möchten, achten Sie auch auf eine reizarme Umgebung und feste Routinen. Sollten Sie nach einer pädagogisch fundierten Begleitung suchen, die diese Fähigkeiten in einer geschützten Kleingruppe fördert, bietet LearningBirds ein vielfältiges Kursprogramm an. Ob Musikerziehung, Bewegung oder Forschen: In unseren Kursen stärken qualifizierte Kursleiterinnen spielerisch wichtige Kompetenzen. Eine Schnupperstunde können Sie ganz unkompliziert über unsere Seite Kurs buchen vereinbaren.

Bewegung und Entspannung als Schlüssel für mentalen Fokus

Viele Eltern beobachten, dass ihre Kinder nach einem langen Tag in der Kita unruhig sind und es ihnen schwerfällt, sich auf eine ruhige Aufgabe zu konzentrieren. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass körperliche Aktivität und geistiger Fokus keine Gegensätze sind. Im Gegenteil: Bewegung ist die Voraussetzung dafür, dass das Gehirn optimal arbeiten kann. Eine Studie der Technischen Universität München belegt, dass eine gute körperliche Fitness die Konzentrationsfähigkeit und die Lebensqualität von Kindern nachweislich steigert. Durch Bewegung wird das Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt, neue neuronale Verknüpfungen werden gebildet und Stresshormone abgebaut. Bewegungspausen im Alltag sind daher keine Ablenkung, sondern ein notwendiger Neustart für das kindliche Gehirn.

Der Wechsel von Anspannung und Entspannung im Alltag

Um die Aufmerksamkeit dauerhaft zu stärken, sollten sich aktive Bewegungsphasen und bewusste Ruhezeiten im Alltag Ihres Kindes abwechseln. Schon kurze, gezielte Unterbrechungen reichen aus, um die mentale Batterie wieder aufzuladen. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind beim Malen, Puzzeln oder Vorlesen unruhig wird, ist das oft das Zeichen für eine nötige Pause. Anstatt auf Ausdauer zu beharren, hilft eine kurze Einheit mit viel Bewegung. Ein gezieltes Angebot wie das Kinderturnen verbindet diesen natürlichen Bewegungsdrang mit spielerischer Psychomotorik, um Körpergefühl und Konzentration gleichermaßen zu schulen.

Praktische Übungen für neue Energie und innere Ruhe

  • Der Flummi-Sprung: Lassen Sie Ihr Kind für dreißig Sekunden wie ein Gummiball wild durch das Zimmer hüpfen, um überschüssige Energie abzubauen.
  • Die Standwaage: Ein spielerischer Balanciertest auf einem Bein. Das schult das Gleichgewicht und lenkt den gesamten Fokus sofort auf den eigenen Körper.
  • Die Pusteblume: Eine einfache Atemübung, bei der Ihr Kind tief durch die Nase einatmet und dann so langsam und gleichmäßig wie möglich durch den Mund ausatmet, als würde es die feinen Schirmchen einer Pusteblume wegblasen.
  • Die Kuscheltier-Atmung: Ihr Kind legt sich auf den Rücken und platziert sein Lieblingskuscheltier auf dem Bauch. Nun beobachtet es, wie sich das Tier beim Ein- und Ausatmen hebt und senkt.

Solche spielerischen Rituale lassen sich mühelos in den Nachmittag integrieren und helfen Ihrem Vorschulkind dabei, ein gesundes Gespür für den eigenen Körper zu entwickeln. Neben dem Sport kann auch die Musikerziehung eine wunderbare Brücke schlagen. Durch das Klatschen von Rhythmen und das Bewegen zur Musik lernen Kinder ganz natürlich, hinzuhören, sich anzupassen und ihre Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. So wird die Konzentrationsfähigkeit spielerisch gefördert, ganz ohne Leistungsdruck.

Tipps für den Alltag: So stärken Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes ohne Druck

Die Fähigkeit, sich auf eine Sache zu fokussieren, entwickelt sich im Laufe der Kindheit schrittweise. Wenn Eltern die Konzentration fördern, lernen Kinder Schritt für Schritt, ihre Aufmerksamkeit zu lenken. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo, und die Aufmerksamkeitsspanne ist im Kita-Alter naturgemäß noch recht kurz. Im familiären Alltag lässt sich ein reizarmer Rahmen schaffen, der das Lernen und Entdecken erleichtert, ohne dass Leistungsdruck entsteht.

Altersgerechte Konzentrationsspannen im Überblick

Um realistische Erwartungen zu haben und die Aufmerksamkeit beim Kind zu stärken, hilft ein Blick auf die biologischen Richtwerte. Ein Vorschulkind kann sich verständlicherweise deutlich länger fokussieren als ein dreijähriges Kind im Kindergarten.

Alter des KindesDurchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne
2 bis 3 Jahre5 bis 7 Minuten
4 Jahreca. 10 Minuten
5 bis 7 Jahre (Vorschulalter)ca. 15 Minuten

Strukturierte Tagesabläufe geben Sicherheit

Feste Tagesstrukturen und wiederkehrende Rituale sind für Kinder wie ein unsichtbares Geländer, an dem sie sich im Alltag festhalten können. Wenn der Tag einen klaren Ablauf hat, sinkt das Stresslevel, was wiederum die Konzentrationsfähigkeit begünstigt. Neben festen Essens- und Schlafenszeiten helfen auch gezielte Aktivitäten, um spielerisch dranzubleiben. Eine wunderbare Möglichkeit hierfür bietet die Musikalische Früherziehung, bei der Kinder durch Rhythmus und Gesang ganz nebenbei lernen, genau hinzuhören und sich zu fokussieren. Solche Angebote unterstützen die natürliche Entwicklung auf spielerische Weise.

Richtiges Loben stärkt die Ausdauer

Wenn Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes nachhaltig stärken möchten, spielt Ihre Reaktion eine entscheidende Rolle. Statt nur das fertige Endergebnis zu loben, sollten Sie den Fokus auf die Anstrengung und den Lernprozess legen. Ein Satz wie: Ich habe gesehen, wie konzentriert du an diesem Bild gearbeitet hast, wirkt ungemein motivierend. Dieses prozessorientierte Lob nimmt den Leistungsdruck und ermutigt das Kind, auch bei anspruchsvolleren Aufgaben dranzubleiben.

Frusttoleranz spielerisch begleiten und aufbauen

Aller Anfang ist schwer, und beim Spielen oder Lernen läuft selten alles sofort perfekt. Wenn ein mühsam gebauter Turm einstürzt, ist die Enttäuschung oft groß. Hier gilt es, das Kind emotional zu begleiten, anstatt die Aufgabe sofort selbst zu übernehmen. Begleiten Sie die Frustration liebevoll, benennen Sie das Gefühl und ermutigen Sie zu einem neuen Versuch. Auch sportliche Aktivitäten wie das Kinderturnen helfen dabei, die Frusttoleranz sowie die motorische Geschicklichkeit spielerisch zu schulen, da Kinder dort lernen, körperliche Hindernisse Schritt für Schritt eigenständig zu überwinden.

Frühkindliche Förderung: Wie Kurse die Konzentration spielerisch begleiten können

Neben dem familiären Alltag bietet auch eine gezielte frühkindliche Förderung wertvolle Gelegenheiten, um die Konzentration fördern: Kinder lernen im geschützten Rahmen besonders leicht, wenn die Aufgaben spielerisch gestaltet sind. Strukturierte pädagogische Angebote, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern im Alter von 2 bis 7 Jahren ausgerichtet sind, schaffen ein optimales Umfeld für neue Lernerfahrungen. Wenn diese Angebote anregend gestaltet sind, helfen sie dabei, die Aufmerksamkeit beim Kind stärken zu können, da die Kinder sich ganz auf eine Aktivität einlassen.

Das Lernen in kleinen Gruppen

Ein entscheidender Faktor bei solchen Angeboten ist die Gruppengröße. In kleinen Gruppen von maximal 6 Kindern erfahren die Kleinen eine sehr individuelle und persönliche Betreuung. Im Gegensatz zu großen Kita-Gruppen, in denen oft ein hoher Geräuschpegel herrscht, bietet eine überschaubare Kleingruppe eine reizarme Umgebung. Dies hilft besonders, wenn Sie die Konzentration beim Vorschulkind gezielt fördern möchten, da Ablenkungen minimiert werden und die Kursleitung direkt auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingehen kann.

Musik und Bewegung als Fokus-Booster

Besonders die Kombination aus körperlicher Aktivität und musikalischen Impulsen gilt in der Pädagogik als hervorragender Weg, um die Aufmerksamkeit spielerisch zu begleiten. Wissenschaftliche Untersuchungen, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, bestätigen, dass regelmäßige sportliche Betätigung und das gemeinsame Musizieren die Konzentrationsfähigkeit im Kindesalter nachhaltig steigern können. Solche spielerischen Einheiten wirken wie ein sanfter Fokus-Booster auf das kindliche Gehirn.

FörderbereichWirkung auf die AufmerksamkeitTypische Aktivitäten im Kurs
Musikalische FrüherziehungFördert das auditive Gehör und die Strukturierung von AbläufenRhythmische Klatschspiele, Singen und kleine Orff-Instrumente
Bewegung und TurnenUnterstützt den Stressabbau und fördert die geistige FlexibilitätBalancieren, psychomotorische Parcours und Koordinationsübungen
Erstes Lesen und ZahlenSchult das genaue Hinsehen und die Ausdauer bei kleinen AufgabenSpielerische Mustererkennung und Lautspiele in der Kleingruppe

Suchen Sie nach einer Möglichkeit, diese Ansätze im Alltag Ihres Kindes zu verankern? Neben gezielten Konzentrationsübungen für Kindergartenkinder kann die Teilnahme an professionell begleiteten Angeboten eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie können sich bei LearningBirds über das breite Kursangebot informieren, das von der Musikalischen Früherziehung bis hin zum spielerischen Kinderturnen reicht. Alle Kurse werden von qualifizierten Kursleiterinnen durchgeführt, bei denen das Thema Sicherheit und pädagogische Professionalität an erster Stelle stehen. Wenn Sie ausprobieren möchten, wie Ihr Kind in einer geschützten Gruppe von bis zu 6 Kindern lernt, können Sie bei LearningBirds eine Schnupperstunde buchen.

Häufige Fragen

Wie lange können sich Kinder im Kindergartenalter konzentrieren?

Als Faustregel gilt: Fünf- bis siebenjährige Kinder können sich etwa 15 Minuten am Stück intensiv auf eine Aufgabe konzentrieren. Bei jüngeren Kindern zwischen drei und vier Jahren liegt die Spanne bei rund 10 Minuten. Diese Phasen sind biologisch begrenzt und ein natürlicher Teil der kindlichen Entwicklung.

Welche Übungen eignen sich am besten, um die Aufmerksamkeit zu stärken?

Klassische Suchspiele, Memory, Puzzles und das gemeinsame Vorlesen sind hervorragende Übungen. Auch das Kneten oder Fädelspiele fördern die Feinmotorik und damit den Fokus. Wichtig ist, dass die Aktivitäten spielerisch gestaltet werden und das Kind ohne Leistungsdruck agieren kann.

Welchen Einfluss hat Bewegung auf die Konzentration bei Kindern?

Einen sehr großen. Wissenschaftliche Studien der TU München belegen, dass fitte Kinder sich besser konzentrieren können. Bewegung regt die Durchblutung des Gehirns an und baut überschüssige Energie ab, sodass Kinder danach wieder leichter in eine Ruhephase und tiefe Konzentration finden.

Wie kann ich die Konzentration meines Kindes im Alltag unterstützen?

Schaffen Sie eine reizarme Umgebung, indem Sie während des Spielens Ablenkungen wie Fernseher oder laute Hintergrundgeräusche ausschalten. Feste Tagesstrukturen, ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung bilden das Fundament für eine gute Aufmerksamkeitsspanne.

Kann zu viel Medienkonsum der Konzentration schaden?

Ja. Schnelle Bildwechsel und ständige Reize durch Smartphones oder Tablets können das Gehirn von Kleinkindern überfordern. Das Erregungsniveau steigt, was es Kindern im Nachgang erschwert, sich auf ruhige, analoge Aktivitäten wie Malen oder Lesen einzulassen.

Wann sollte man professionelle Hilfe bei Konzentrationsproblemen suchen?

Wenn ein Kind sich über Monate hinweg selbst bei geliebten Spielen kaum länger als wenige Minuten fokussieren kann und dies mit starkem Leidensdruck oder Unruhe einhergeht, sollten Eltern Rücksprache mit dem Kinderarzt oder einer Erziehungsberatung halten.

Quellen

  1. [1]apotheken-umschau.de
  2. [2]kindergesundheit-info.de
  3. [3]zeitblueten.com
  4. [4]hs.mh.tum.de
  5. [5]starkfuerkinder.de
  6. [6]familie.de
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